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San Pedro de Atacama

von Anna Hufnagl, Thomas Lohr, Hannah Platt und Selina Toplitsch

Cordillera Austral Karte
Allgemeine Infos

San Pedro de Atacama entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten von einer kleinen verschlafenen Oase inmitten in der Wüste zu einer boomenden Touristenstadt. Aufgrund der Nähe zu international bekannten Attraktionen wie dem Valle de la Luna, und aufgrund seines ursprünglichen Charakters ist San Pedro heute vor allem ein Hotspot der Backpacker-Szene. Lass dich vom Llama Pedro und von seiner Freundin Anna Alpaka durch die Stadt und ihre Umgebung führen und sprich mit den Bewohnerinnen und Bewohnern.

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Das Llama Pedro aus San Pedro

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Erkunde zusammen mit dem Llama Pedro San Pedro de Atacama und seine Umgebung. Klicke dazu auf einen der Pfeile oder in die Grafik.

Das ist Pedro aus San Pedro de Atacama. Pedro ist ein Llama. Er arbeitet so wie sehr viele andere EinwohnerInnen San Pedros im Tourismus. Seine Familie lebt schon lange in der Atacama-Wüste, stammt aber ursprünglich aus einem kleinen Dorf, das tief in den Anden liegt und von indigener Bevölkerung bewohnt ist. Aus ökonomischen Gründen musste die Familie vor Jahrzehnten auswandern und zog nach San Pedro, in die boomende Touristengegend der Region. Sie bieten unterschiedliche Touren zu geologischen Sehenswürdigkeiten an und verkaufen nebenbei auch traditionelle Bekleidung die sie aus Peru und Bolivien, aber auch aus China importieren.

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Übungsaufgabe

Bevölkerung und Tourismus in San Pedro

Selina und Thomas führen Interviews mit zwei Menschen die in San Pedro wohnen und arbeiten. Geselle dich dazu und teste dabei deine Spanischkenntnisse.

Versuche mit Hilfe des Films die folgenden Fragen zu beantworten:

  1. Wo kommen die Dame und der Herr her, und warum sind sie nach San Pedro gezogen? Ist ihre Herkunft typisch für die Menschen in San Pedro?
  2. Welche Rolle spielt die indigene Bevölkerung heute in der Gesellschaft?
  3. Wie hat der Tourismus den Ort verändert?

Interviews: Selina Toplitsch | Film: Thomas Lohr

Auflösung zeigen
  1. Die Dame ist Kubanerin. Sie ist vor 23 Jahren wegen des multikulturellen Umfelds hierher gezogen. Der Herr kommt aus Patagonien und lebt seit 6 Jahren in San Pedro. Er ist ein Kunsthandwerker der hier seine Produkte an die Touristen verkauft. Diese beiden Menschen sind wie viele andere nach San Pedro zugewandert: die Bevökerung ist heute multinational und setzt sich aus Menschen aus den verschiedensten lateinamerikanischen Ländern, aber auch aus Europa zusammen. Die Dame erwähnt Russland, das Llama Pedro hat schon weiter oben eine aus Frankreich stammende Bäuerin getroffen. Viele Menschen sind wegen der Verdienstmöglichkeiten durch den internationalen Tourismus hierher gezogen. Auch zahlreiche chilenische Studentinnen und Studenten verdienen sich ihr Geld in San Pedro.
  2. San Pedro hat eine reiche indigene Vergangenheit. Die Festung Pucará de Quitor ganz in der Nähe zeugt vom Volk der Atacameños. Heute wohnen die indigenen Menschen vor allem in den kleineren Dörfern rund um San Pedro. Während ihre Familiennamen noch von ihrer Herkunft zeugen, sind die Vornamen weitestgehend hispanisiert. Auch sind fast alle von ihnen Katholiken, wobei sich jedoch die indigenen Traditionen sehr stark in den religiösen Festen wiederfinden. Ähnliches gilt jedoch auch für Bewohner die von woanders her zugewandert sind: so pflegen Menschen afro-kubanischer Herkunft oft Gebräuche die den Katholizismus mit afrikanischen Traditionen verbinden.
  3. Der Tourismus hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen. Einerseits bringt er Geld, das den Menschen zu einem gewissen Wohlstand verhilft. Auf der anderen Seite jedoch ist der Energieverbrauch stark angestiegen, und die Wasserversorgung stellt ebenso eine Herausforderung dar wie die Entsorgung des Mülls. Die mit dem Tourismus verbundene Multikulturalisierung wird teils positiv, teils negativ wahrgenommen.
Referenzen und Links

Wikipedia-Artikel zu San Pedro de Atacama [Quelle öffnen]

Dieser Beitrag wurde von Martin Mergili überarbeitet und ergänzt.