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Eine historische Reiseroute auf den Straβen der Inka

von Thomas Lindinger und Simon Schmidthaler

Allgemeine Infos

Die Inka regierten im 15. Jahrhundert ein Reich, das dem Römischen Reich in nichts nachstand. Es erstreckte sich über 4000 km entlang der südamerikanischen Westküste und ernährte mehr als 12 Millionen Menschen. Der Begriff Inka (der Herr bedeutet) kannten keine Schrift, weshalb wir über ihre Frühgeschichte relativ wenig wissen. Die enorme Gröβe erlangte das Inkareich durch spektakuläre Eroberungsfeldzüge und den Umstand, dass verfeindete Stämme sich nicht gemeinsam gegen die Inka verteidigten. So wuchs mit jeder Eroberung ihr Territorium und ihre Armee. Die unterworfenen Stämme wurden dazu gezwungen die Lebensweise ihrer neuen Herrscher zu übernehmen und durch Lehrer in der Anlage von Vorratshäusern, Bewässerungsgräben, Behausungen und einer verbesserten landwirtschaftlichen Produktion unterwiesen.

Ein riesiges Reich musste regiert werden und dafür nutzen die Inka ein perfekt ausgebautes Straβensystem, das sich von Ecuador bis Chile erstreckte und Inka-Siedlungen über Berge, Täler und Plateaus hinweg verband. Wenn der Wind panflöten-gleich an diesen alten Wegen entlangpfeift, möchte man fast meinen, dass man mit ein bisschen Phantasie einen alten Inka, bekleidet mit Sandalen, einem Lendenschurz aus Baumwolle und mit bunt gefärbten Wollfäden im Haar, an sich vorbei spazieren spürt.

Lasst uns diese alten Inkastraβen zusammen mit Pachacutec, einem fiktiven Inka-Krieger, beschreiten und eine Brücke von der präkolumbischen Zeit (der Zeit vor der so genannten Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus 1492) mit der Gegenwart schlagen. Mit Pachacutec an unserer Seite erfahren wir vieles über diese alte südamerikanische Hochkultur. Pachacutec ist bereits von Cusco, der Hauptstadt der Inka, über Arequipa ins heutige Chile gereist. Wir treffen ihn erstmals bei einem Aussichtspunkt nahe der Festung Pucará de Quitor und begleiten ihn dann über Santiago de Chile und Portillo bis nach Mendoza im heutigen Argentinien.

Referenzen und Links

Métraux, A. (2001): Reich der Inka. Stuttgart

Wood, T. (1996): Die Inkas. Erlangen

Dieser Beitrag wurde von Martin Mergili geringfügig überarbeitet und ergänzt.